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das vitrahaus ist ein häuserstapel. zwölf auf ihre reine idee reduzierte satteldachhäuser stapeln sich in die höhe bis auf 21,30 meter. die vielfach zueinander versetzten, scheinbar extrudierten baukörper, lassen die besucher auf nahe und ferne landschaften blicken. nachts leuchten hingegen die innenräume als schauräume, die am dunklen himmel über dem vitra-campus schweben.

das vitra museum (1989) ist architektonische collage: kuben, türme und rampen als expressives raumerlebnis. auf zwei etagen erstrecken sich 700 qm ausstellungsfläche. allein die realisation dieses baues, eine planerische und technische gratwanderung zwischen phantasie und disziplin, hat uns erfahrungspraxis von unschätzbarem wert gebracht.

 

 

eine neue dynamische auffassung von raum ist im feuerwehrhaus auf dem vitra campus zu erleben. das 1993 fertiggestellte haus wirkt wie ein mitten in der bewegung erstarrtes objekt. dieser entwurf hat uns bautechnisch alles abverlangt: lange spannweiten und auskragungen von überdachungen, die rahmenlose verglasung von fenstern über die gesamte raumhöhe – und das alles mit wänden, die keinen rechten winkel kennen.

der pavillon ist in einen alten kirschgarten hineingebaut und senkt sich ein stockwerk in den boden. ein schmaler weg an einer langen abschirmungsmauer entlang führt den besucher in das innere des gebäudes.

die ausgedehnten wände sind aussen und innen im format japanischer tatamimatten und sauber freigelassenen rödellöchern strukturiert. der mit präzisen, scharfen kanten geschalte beton ist samtig weich: eine oberfläche die man gerne anfasst.